Gottschalk live: Halbe Happy Hour

 

Ein riesiges Pop-Art-Porträt Gottschalks überblickt grinsend die Szenerie. Allein mit diesem Bild wird klar, woran es „Gottschalk live“ wahrlich nicht mangelnd: Selbstbewusstsein. Fehlen tut allerdings Einiges. Angefangen beim Publikum. Es mutet fast schon seltsam an, wenn Gottschalk einen Witz nach dem anderen reisst und keinerlei Reaktion folgt. Wer soll auch lachen? Die Redaktionsmitglieder neben „seinem“ Wohnzimmer?

Hinter seiner in Alufolie eingewickelten Schreibtischplatte auf Stelzen führt Thomas uns ein in seine Welt. Neben ihm eine Auswahl der aktuellen Zeitungen, Kunst in Form von metallenen Statuen. Bunte, rote Lampen und Tapeten bieten den nötigen farbigen Pepp.

Immer wieder kreist der goldgelockte Entertainer um sich selbst, spielt die Sonne im Zentrum des Universums. Die ARD-Krawatte trägt er nicht, viel zu kleinkariert sei die für ihn. Er sei schließlich mit den Stars auf du und du. Der Entdecker von Heidi Klum („ICH habe sie entdeckt!“) spart nicht mit Eigenlob. Stellt dabei auch klar, wenn ihn die Boulevardmedien einen falschen Cousin andichten.

Modern ist er, dieser Gottschalk post Wetten dass. Social Media kein Fremdwort, dafür eigens eingestellt: die hübsche, blonde Karo.

Bully Herbig als Gast tut einem fast leid. Immer schneller spricht er, damit er zumindest ein paar Mal zu Wort kommt. Immer wieder redet ihm Gottschalk dazwischen.
Die Quote war dennoch ausgesprochen gut, was wohl auch daran liegen könnte, dass Thomas Gottschalk ein Publikumsliebling ist und ein gewisses Maß an Neugierde nach seiner Zeit bei Wetten dass übrig blieb. Dass das nächste Mal genauso viele einschalten, wäre dann aber nur seinem Kniefall zuzuschreiben.

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2 Antworten zu Gottschalk live: Halbe Happy Hour

  1. Hannes schreibt:

    Gottschalk live ist wirklich grotesk. Stimme deinen Beobachtungen zu!

  2. Opus Fashion schreibt:

    Also ich habe mir ja einige Folgen jetzt angeguckt. Ich find das abgrundtief schlecht…Es hat gar nichts mit Mode, Popart, guter Unterhaltung oder interessanten beiträgen zu tun. Es ist viel mehr eine hlabstündige Zusammenstellungen von Gottschalks Narzissmus, gemixt mit einer übelst nervigen Redaktion, die ständig klatscht. Auch dieser Anspruch mit social media, zeigt ja nur,dass die öffentlichen krampfhaft das junge Publikum erreichen wollen. Mit dem Haribo-Mann meines Erachtens unmöglich…

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